Seit Jahrzehnten grübeln Forscher, weshalb Grippeviren vor allem im Winter zuschlagen. Diskutiert wird ein Mangel an Vitamin D, aber auch ein Überschuss des Schlafhormons Melatonin – beides ausgelöst durch fehlendes Sonnenlicht und gleichermaßen schlecht für die Abwehrkräfte. Jetzt haben amerikanische Forscher bei Meerschweinchen beobachtet, dass die winterliche niedrige Luftfeuchtigkeit die Übertragung begünstigt. Mögliche Erklärung: Die trockene Luft schädigt die Schleimhäute und macht sie anfälliger. Außerdem sind die Aerosol-Tröpfchen, über die sich das Virus verbreitet, dann feiner verteilt. Und es gibt Hinweise, dass sich Viren bei niedriger Luftfeuchtigkeit langsamer zersetzen.





