Woran erinnern sie sich besonders?
31 Neue Freiheit in Europa Im Abkommen von Schengen (Luxemburg) vereinbaren die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Belgien, die Niederlande und Luxemburg am 15. Juni 1985 den Verzicht auf Personenkontrollen an ihren gemeinsamen Grenzen. Heute erstreckt sich der Schengen-Raum auf 28 Länder – neben 25 Staaten der Europäischen Union gehören dazu auch die Schweiz, Norwegen und Island.
32 Brückenschlag über den Großen Belt 1998 wird die Storebælt-Brücke zwischen den dänischen Inseln Fünen und Seeland offiziell für den Verkehr freigegeben. Die 18 Kilometer breite Meerenge, die bis dahin nur mit Fähren hatte überwunden werden können, ist eine der wichtigsten Verkehrsadern Dänemarks. Der östliche Brückenabschnitt wird von einer Hängebrücke mit einer Hauptspannweite von 1624 Metern gebildet. Die Storebælt-Brücke ist die längste Hängebrücke Europas; weltweit wird sie nur von der Akashi-Kaikyo-Brücke in Japan (1990 Meter) und der Xihoumen-Brücke in China (1650 Meter) überboten.
33 Happening im Schlamm Es ist eigentlich nur ein Musikfestival in der US-amerikanischen Provinz, hinter dem banale finanzielle Interessen der Veranstalter stehen, das dank Regenwetters im Schlamm versinkt, wegen unzureichender sanitärer Einrichtungen mit katastrophalen hygienischen Zuständen aufwartet, wegen unerwartet großer Besuchermengen (400 000 statt der erwarteten 60 000) im Chaos endet und nicht einmal an dem Ort stattfindet, dem es seinen Namen verdankt, sondern im 50 Kilometer entfernten Bethel. Und doch steht „Woodstock“ für das Lebensgefühl einer ganzen Generation und gilt als Höhepunkt der Hippiebewegung. Vom 15. bis zum 18. August 1969 treten 32 Bands und Musiker unterschiedlicher Musikstile auf; darunter Größen wie Jimi Hendrix und Joan Baez.
34 Die Schweiz und das Nazi-Gold Bereits 1941 wussten die Schweizer Banken, dass unter den aus Deutschland erworbenen Goldbeständen auch „Raubgold“ war. Zu diesem Ergebnis kommt eine 1996 von der Bundesversammlung, (dem Schweizer Parlament), eingesetzte Expertenkommission. Das Gold, das die Berliner Reichsbank während des Zweiten Weltkriegs an die Schweizerische Nationalbank verkauft hat, stammte zwar auch aus Reserven der Bank, doch dazu kam Gold aus „Zwangsarisierungen“ und von Juden, denen es bei ihrer Deportation abgenommen worden war („Raubgold“). Die Schweiz zahlte zunächst in Escudos, die Deutschland benötigte, um in Portugal das kriegswichtige Schwermetall Wolfram zu kaufen. 1942 zog die Nationalbank sogar in Erwägung, die Goldbarren umzuschmelzen, um ihre Herkunft zu verschleiern. Noch am 13. April 1945 stimmte der Bundesrat dem Kauf von 3100 Kilogramm Gold der Reichsbankstelle Konstanz zu. Auch ein Teil des den ermordeten Juden abgenommenen „Totengolds“ (120 Kilogramm Feingold) wurde in die Schweiz transferiert.




