1477 Maximilian heiratet Maria von Burgund, die Erbtochter Karls des Kühnen, der am 5. Januar in der Schlacht bei Nancy gefallen ist.
1477–1482/1487–1493 Erbfolgekrieg um Burgund, auf das neben Maximilian auch Karl VIII. von Frankreich Anspruch erhebt. Ein wichtiger Sieg in diesem Ringen gelingt Maximilian in der Schlacht bei Guinegate (Therouanne) am 7. August 1479. Beendet wird der Krieg 1493 durch den Frieden von Senlis. Karl VIII. erhält das Herzogtum Burgund und die Picardie, Maximilian das Charolais, Nevers, Artois und die Freigrafschaft Burgund.
1482 Maximilians Ehefrau Maria stirbt bei einem Jagdunfall.
1485 Der ungarische König Matthias Corvinus erobert große Teile Österreichs. Nach dessen Tod 1490 gelingt Maximilian nicht nur die Wiedereroberung seiner Erblande, sondern im Frieden von Preßburg sogar die Zusicherung der Erbfolge in Ungarn und Böhmen, falls der neue König Wladislaw ohne Kinder sterben sollte.
1486 Maximilian wird, noch zu Lebzeiten seines Vaters, zum Römischen König gewählt und in Aachen gekrönt. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Thronfolge im Reich und der fast ununterbrochenen Regierung habsburgischer Kaiser bis zum Ende des Reichs.
1490 Maximilian bewegt seinen Vetter Erzherzog Sigmund zur Abtretung Tirols und der vorderösterreichischen Lande; sein Ziel ist die Vereinigung aller habsburgischen Herrschaftsgebiete in seiner Hand.
1493 Tod Kaiser Friedrichs III., Nachfolge Maximilians im Reich. Im gleichen Jahr vermählt er sich mit Bianca Maria Sforza von Mailand.
1494 Einfall des französischen Königs Karl VIII. In Italien.
1495 Reichstag von Worms. Maximilian fordert von den Ständen große Summen für einen Italienzug. Ihm tritt der Kurfürst von Mainz, Berthold von Henneberg, entgegen, der als Erzkanzler die wichtigste Position im Reich innehat und der die Rechte des Kaisers zugunsten der Reichsstände einschränken will.
Auf dem Reichstag wird das Reichskammergericht geschaffen. Es soll den in Worms verkündeten Ewige Landfrieden garantieren und das Fehdeunwesen in rechtliche Bahnen lenken. Darüber hinaus wird in Worms die Einführung einer Reichssteuer, des “Gemeinen Pfennigs” beschlossen.
Maximilian tritt der heiligen Liga von Venedig bei, der auch der Papst, Mailand, Venedig, Aragón und schließlich England angehören. Sie richtet sich gegen das französische Vorgehen in Italien. Daraufhin bricht Karl VIII. seinen Italienzug ab.




