Einer der rund hundert entdeckten extrasolaren Planeten existiert nicht. Die Astronomen sind einer Art optischen Täuschung aufgesessen, als sie die Lichtverschiebungen eines riesigen Sonnenflecks als Planeten interpretiert haben, berichtet das Wissenschaftsmagazin NewScientist.
Im Jahr 1999 hatten Astronomen von der University of California in Santa Cruz eine Veränderung im Lichtspektrum eines Sterns mit dem Namen HD 192262 entdeckt. Der junge Stern ist etwa 63 Lichtjahre von der Erde entfernt. Aus ihrer Beobachtung schlossen die Forscher, dass ein großer Planet den Stern umkreisen müsse, der diese Veränderung bewirkt.
Doch bei weiteren Untersuchungen fand ein anderes Team um Gregory Henry von der Tennessee State University heraus, dass ein gigantischer über die Oberfläche des Sterns wandernder Sonnenfleck diese Verschiebung verursacht hat. Da HD 192262 ein ausgesprochen junger Stern ist, gehen die Astronomen allerdings nicht davon aus, dass sich noch viele andere Planeten als Phantome erweisen.
Cornelia Pfaff





