Nach dem Zweiten Weltkrieg verloren sieben Nationen ihre Kolonialreiche. Italien und Japan mussten bereits 1945 die Unabhängigkeit ihrer Kolonien akzeptieren. Großbritannien entließ 1947 Indien in die Unabhängigkeit, seine afrikanischen Kolonien folgten 1960. Die Niederlande und Frankreich kämpften nach der Wiederherstellung ihrer Souveränität um die Restauration ihrer Kolonialreiche, mussten sie aber bald wieder aufgeben. Für Belgien traf Ähnliches zu, nur Portugal hielt zäh an seiner Kolonialherrschaft fest, bis es 1974/75 nach der Überwindung der Diktatur von António de Oliveira Salazar und der Wiedergewinnung der Demokratie auch seine „Provinzen in Übersee“ aufgab.
Wie gingen nun diese „post-imperialen“ Nationen mit ihrem Verlust um? Welche Erinnerungskulturen entstanden, und welche Unterschiede zeigten sich dabei? Mit diesen Fragen beschäftigte sich eine Konferenz im „Internationalen Wissenschaftsforum“ in Heidelberg Ende Mai 2013. Vertreter der sieben obengenannten Nationen diskutierten dort miteinander. Eingeladen hatten dazu Professor Dietmar Rothermund und Professorin Gita Dharampal-Frick vom Südasien-Institut der Universität Heidelberg. Gefördert wurde die Konferenz von der Robert Bosch Stiftung, Stuttgart. …
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 09/2013.
Prof. Dr. Dietmar Rothermund




