von TIM SCHRÖDER
Das Gewitter, das sich der baden-württembergischen Stadt Reutlingen am 28. Juli 2013 näherte, war ein blauschwarzes Ungetüm – ein viele Tausend Meter hoher bedrohlicher Wolkenberg mit einem ausgefransten Schlund. So beängstigend wie die Erscheinung, so zerstörerisch war die Wirkung. Als das Gewitter am späten Nachmittag Reutlingen erreichte, schien es, als würde die Welt untergehen. Millionen von Hagelkörnern, teils so groß wie Tennisbälle, prasselten auf die Stadt und einen bis zu 15 Kilometer breiten Streifen entlang des Nordrands der Schwäbischen Alb.





