697–717 Paolo Lucio Anafesto gilt als erster Doge. Über sein Leben sind nahezu keine gesicherten Fakten überliefert. Als von Byzanz eingesetzter Beamter sollte er die inneren Streitigkeiten der Bewohner beenden und den Widerstand gegen Angriffe der Langobarden koordinieren.
726–737 Der erste gewählte Doge, Orso Ipato, regiert in Eraclea, einer nach dem byzantinischen Kaiser Herakleios (610–641) benannten Stadt im Norden der Lagune.
742 /810 Der Sitz des Dogen wird zunächst nach Malamocco, 810 dann nach Rialto (= „hohes Ufer“) im besser geschützten Inneren der Lagune verlegt.
774 Das Langobardenreich wird von Karl dem Großen unterworfen. Venedig bleibt Teil des byzantinischen Herrschaftsgebiets.
802 – 812 Konflikt um die politische Zugehörigkeit Venedigs mit zum Teil bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen in der Lagunenstadt. Im Frieden von Aachen muss Karl der Große anerkennen, dass Venedig weiterhin Teil des Byzantinischen Reichs ist.
828 Übertragung der von venezianischen Kaufleuten geraubten Reliquien des heiligen Markus von Alexandria nach Venedig. Bau der ersten Markusbasilika über dem Grab des Evangelisten.
840 Im „Pactum Lothari“ werden die Bestimmungen des Friedens von Aachen erneuert. Venedig tritt dabei erstmals als eigenständige, von Franken und Byzantinern unabhängige politische Kraft auf.
1000 Der Doge Pietro II. Orseolo besiegt slawische Seeräuber in der Adria und nimmt den Titel eines Herzogs von Dalmatien an.
1032 Der Versuch der Orseolo, Venedig in eine Erbmonarchie zu verwandeln, scheitert. Die Dogen dürfen künftig keine Mitregenten als potentielle Nachfolger mehr benennen, ein Beratergremium kontrolliert fortan die Regierung.
1063–1094 Bau der wesentlichen Teile der heutigen Markusbasilika.
1082 Als Dank für ihre Unterstützung im Kampf gegen die Normannen in Süditalien erhält die Markusrepublik das Privileg, im Oströmischen Reich Handel zu treiben, ohne Steuern und Zölle zahlen zu müssen.
1099/1100 Venedig unterstützt den ersten Kreuzzug und legt so den Grundstein für seine Vormachtstellung im Handel mit dem östlichen Mittelmeerraum.




