Erstmals ist es gelungen, unfruchtbare Mäuseriche durch eine Transplantation gefrorener Sperma-Stammzellen zu Vätern zu machen. Japanische Wissenschaftler der Universität Kyoto um Takashi Shinohara konnten mit dieser Methode einer von neun erwachsenen Mäusen zu Nachwuchs verhelfen. Bei jüngeren Tieren lag die Erfolgsquote wesentlich höher: Nach der Transplantation waren vier von acht Nagern wieder fruchtbar und zeugten durch normalen Geschlechtsverkehr Nachwuchs. Warum die Stammzellen bei den jüngeren Mäusen schneller wachsen und zu einer erhöhten Spermienproduktion führen, ist den Forschern allerdings noch unklar.
Für die Reproduktionsmedizin eröffnet das Verfahren neue Möglichkeiten zur Behandlung unfruchtbarer Männer. Man könnte ihnen etwa vor einer Krebstherapie Sperma-Stammzellen entnehmen, diese einfrieren und später wieder einsetzen.
Hans Groth





