Himmlische Aussichten vom PC: US-Astronomen entwickeln eine elektronische Datenbank, in der digitale Aufnahmen von Teleskopen auf der ganzen Welt zusammen gebracht und Nutzern über das Internet zur Verfügung gestellt werden. Wie die Wissenschaftler im Fachblatt Science berichten, wird das virtuelle Observatorium für Studenten, Astronomen und Laien zugänglich sein.
Bislang werden die Daten der einzelnen Teleskope in separaten Datenbanken gespeichert, so die Wissenschaftler. Sie erwarten jedoch, dass die Teleskope der Zukunft so große Datenmengen produzieren werden, dass es praktischer ist, den Datenzugang zu zentralisieren. Die Zusammenlegung der Daten ermöglicht überdies auch die Vereinigung der Information von mehreren Teleskopen.
Die Einrichtung der virtuellen Sternwarte hat indessen begonnen. Die größte Hürde für das Projekt: In der Astronomie ändern sich die Methoden der Bildverarbeitung ständig, beispielsweise, um den Einfluß der Erdatmosphäre zu eliminieren. “Mit jeder Neuerung müssen alle Daten neu überarbeitet werden”, schreiben die Wissenschaftler. Sie möchten eine Datenbank einrichten, die auch in 50 Jahren noch brauchbar ist.
Adam Bostanci





