Blüten von Pflanzen, die einen übelriechenden Duft verströmen, setzen flüchtige Molekülverbindungen frei, insbesondere Oligosulfide wie Dimethyldisulfid (DMDS) und Dimethyltrisulfid (DMTS). Für uns Menschen riechen diese Blumen dadurch nach Aas oder Mist und eher abstoßend. Auf bestäubende Insekten kann der Duft jedoch anziehend wirken, weil sie dort Nahrung und einen Ort für ihre Eiablage vermuten. Denn die von den Blumen freigesetzten Substanzen werden auch bei der Verwesung von organischem Material abgegeben. Sie entstehen beim Verrotten, wenn Bakterien schwefelhaltige Aminosäuren wie Cystein und Methionin abbauen. Wie die Pflanzen diese „Stinkstoffe“ herstellen, war hingegen bislang unklar.





