Die Huntington-Krankheit (volkstümlich: Veitstanz), die etwa jeden hundertsten Menschen trifft, entsteht durch eine Gen-Mutation. Bei den Betroffenen sterben ab dem 30. Lebensjahr Nervenzellen im so genannten Striatum ab, einem Hirnzentrum, das Bewegungen koordiniert. Die Erkrankten schleudern Arme oder Beine ruckartig von sich. Mainzer Forscher fanden nun heraus, dass durch die Mutation ein für die Striatum-Zellen überlebenswichtiger Schutzfaktor nicht mehr an seinen Bestimmungsort gelangt. Zellen der Großhirnrinde produzieren ihn zwar noch, aber sein Transport in das Striatum ist unterbrochen.





