Eine neue Therapie bei Diabetes Typ 2, dem sogenannten Altersdiabetes, haben Wissenschaftler der Universität Zürich um Marc Donath entwickelt. Bei dieser Stoffwechselkrankheit versagen die Insulin produzierenden Zellen, wenn die Patienten zu viel Zucker zu sich nehmen und der Blutzuckeranteil steigt.
Donaths Team fand zunächst heraus, dass der „Vermittler” dieses Versagens das Molekül Interleukin-1-Beta ist. Anschließend führten die Forscher eine umfassende Studie an 70 Frauen und Männern durch, die an Diabetes Typ 2 litten. Der einen Hälfte wurde ein Interleukin-1-Beta- Blocker injiziert, die andere erhielt ein Placebo. Bereits nach einer Woche zeigte sich bei der Blocker-Gruppe eine deutliche Verbesserung des Blutzuckerstoffwechsels, und ihre Insulinproduktion hatte wieder zugenommen.
Nebenwirkungen gab es bei den Patienten nicht, bis auf eine leichte Rötung an der Einspritzstelle. „Damit haben wir das Fortschreiten der Krankheit zum ersten Mal durch die Blockierung eines ursächlichen Faktors gebremst”, freut sich Donath.
Die neue Methode hat noch einen großen Vorteil: Die Langzeit-Blocker braucht man nur alle ein bis drei Monate zu spritzen. Bisher müssen Zuckerkranke mehrmals täglich ihre Medikamente einnehmen oder spritzen. Um die Therapie marktreif zu machen, sind an der Universität Zürich weitere Studien geplant.





