Wie kam es zur Politisierung des psychisch labilen Weltkriegsheimkehrers, den die existentielle Kriegserfahrung und der männerbündische Heroismus an der Front fasziniert hatten, und woher stammte seine menschenverachtende Ideologie? Antworten hierauf sucht der Historiker Othmar Plöckinger in Hitlers militärischem Umfeld der Jahre 1918 bis 1920, das bislang wenig erforscht wurde. Das nicht zuletzt vom Rechtsradikalismus der Freikorps politisierte bayerische Militär war ein Sammelbecken antisemitischen und antikommunistischen Denkens, das, so arbeitet Plöckinger heraus, entscheidend zur Ideologisierung Hitlers beigetragen hat.
Rezension: Christian Volkholz




