Doch bevor wir uns näher mit diesem erstaunlichen Phänomen befassen, kurz ein paar grundsätzliche Bemerkungen zur Gedächtnisverarbeitung. Das Gehirn verfügt über drei unterschiedliche Speicher, die uns die Verwaltung der fortwährend auf uns einströmenden Wahrnehmungen ermöglichen: Ultrakurzzeit-, Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis. Das Ultrakurzzeitgedächtnis behält Informationen durchschnittlich nur 15 bis 20 Sekunden, dann löscht es die allermeisten davon wieder. Ausschließlich besonders wichtig erscheinende Eindrücke gibt es ans Kurzzeitgedächtnis weiter, das eine Kapazität von etwa 24 Stunden hat. Das streicht seinerseits die meisten Informationen, nur wenige leitet es weiter Richtung Langzeitgedächtnis. Dort wird all das gespeichert, was unser Gehirn für besonders bedeutsam erachtet und auch nach längerer Zeit noch problemlos abrufbar sein sollte.





