Auch wenn man im 21. Jahrhundert unsichtbare Götter längst nicht mehr zur Beschreibung des Kosmos verwendet, aus wissenschaftlicher Sicht ist damit gar nicht so wenig über Entstehung und Zustand unseres Universums gesagt, wie man glauben möchte. Denn unser Universum ist nicht nur, wie es ist, sondern damit darin Leben vorkommen kann, muss es ziemlich genauso sein, wie es ist. Man nennt das Kosmologische Feinabstimmung – sie besagt im Wesentlichen, dass die Werte von grundlegenden physikalischen Parametern im Universum für das Leben optimiert sind und vielleicht die Existenz von Leben überhaupt erst möglich machen. Würden sich manche Naturkonstanten in unserem Universum nur minimal von ihrem tatsächlichen Wert unterscheiden, wäre ein totes und steriles Universum entstanden. Ohne uns. Klingt ein bisschen nach einer Biergartentheorie. Jemand sitzt vor seinem Radler und erläutert schon leicht illuminiert: „Wenn es anders wäre, wäre es anders.“





