Banerjee und seine Kollegen führten dazu eine Computersimulation durch, in der sie die Bewegung von 170.000 jungen Sternen in einem solchen Geburtsnebel simulierten. Sie stellten fest, dass sich viele Doppelsterne bilden, bei denen sich die beiden Partner auf runden Bahnen umkreisen. Doch weil sich in der Nähe weitere Sterne befinden, deren Schwerkraft an so einem Paar zerrt, werden die Bahnen im Laufe der Zeit immer länglicher. Schließlich prallen die beiden Partner zusammen und verschmelzen zu einem größeren Gasball. Schon nach einer Million Jahre, das zeigt die Simulationsrechnung, bilden sich Monstersterne vom Kaliber der vier Riesen aus der Großen Magellanschen Wolke.
?Die Physik von Kollisionen zweier massereicher Sterne ist zwar extrem kompliziert?, sagt Banerjee. ?Aber wir glauben trotzdem, dass dies eine Erklärung für die Monstersterne im Tarantel-Nebel ist.? Sein Kollege Pavel Kroupa, ebenfalls aus Bonn, ist mit dem Ergebnis zufrieden: ?Die Existenz von ultramassiven Sternen ist nun viel leichter zu erklären. Der Prozess der Sternenentstehung ist offenbar doch überall der gleiche.?





