Ein einfacher Stunt, aber Fotoapparate, Fernsehkameras und Neugierige drängeln sich um uns. Auch ein Youtube Video gibt es. Danach planen wir unsere Doha-Kampagnen für die restlichen Tage. Morgen gibt es eine Pressekonferenz zu Klimafinanzierung zusammen mit der Organisation Oxfam. Dazu eine Pressemitteilung, einen Twittersturm und ein neues Stunt-Event.
Abends eine positive Botschaft: Großbritannien macht den Anfang in Sachen Klimafinanzierung. Sie haben angekündigt, ihre bisherigen Fast-Start Zahlungen fortzuführen und um 50 Prozent zu erhöhen. Klimaschutzfinanzierung gilt als einer der drei großen Themen in Doha. 2009, auf dem Klimagipfel in Kopenhagen hatte die Staatengemeinschaft beschlossen, bis 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar für Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen zur Verfügung zu stellen. So kann zum Beispiel der Ausbau von erneuerbaren Energien gefördert werden, um sich von fossiler Energiegewinnung unabhängig zu machen.
Auch die ersten drei Jahre bis 2020 wurde vertraglich vorgezeichnet. Für die Jahre von 2010 bis 2012 wurden 30 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt. Doch seitdem tat sich nichts. Es ist unklar wie viel Geld die nächsten acht Jahre fließen wird. Und so droht das Geld auszugehen. So kommen bisherige Planungen zu Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen ins Stocken – denn wenn die Finanzierung ungeklärt ist, können viele Projekte nicht angestoßen werden. Umso besser, dass nun durch Großbritannien der erste Schritt gemacht ist. Wir – der WWF – drängen darauf, dass auch Deutschland eine klare Summe zumindest für 2013 in Doha nennt. Ab Donnerstag ist Bundesumweltminister Altmaier bei den Verhandlungen dabei.
Foto: Copyright Sylvia Ratzlaff




