Der deutsche Hang zur Müll-vermeidung treibt mitunter bizarre Blüten. Frankfurter Wissenschaftler haben ermittelt, dass 43 Prozent aller Deutschen nicht genutzte flüssige Arzneimittel zumindest gelegentlich in die Toilette oder Spüle kippen. Für Tabletten wählen diesen Weg „nur” 16 Prozent. Die Befragung erhellte auch den Grund für die unterschiedliche Behandlung: Um die Glasbehälter der Arzneitropfen fachgerecht zu entsorgen, werden sie entleert, ausgespült und dann in den Glascontainer geworfen. Dieser unüberlegte Beitrag zum Umweltschutz führt dazu, dass sich mittlerweile viele Arznei-wirkstoffe im Grund- und Trinkwasser nachweisen lassen. Nur jeder dritte Deutsche macht es richtig und gibt Arzneireste in der Apotheke ab .





