Viel Wasser zu trinken ist ein einfaches Mittel, um Thrombosen auf Langstreckenflügen zu vermeiden. Das rät Toshiro Makino, Direktor der Flughafenklinik in Tokio, zur Vorbeugung gegen das sogenannte Economy-Class-Syndrom. Wegen der mangelnden Bewegung staut sich bei langen Flügen das Blut in den Beinvenen. Dort können sich gefährliche Blutgerinnsel bilden, die – in Lunge oder Herz eingeschwemmt – sogar zum Tod führen können.
In den letzten acht Jahren starben auf dem Flughafen Tokio von 20 Millionen Passagieren 25 an Thrombosen. „Meiner Meinung nach sollte man eher vom Flugzeug-Syndrom sprechen”, sagt Makino. Denn betroffen seien genauso Fluggäste in der Business- und First-Class. Einer der Toten war sogar Pilot.
Wie wichtig eine ausreichende Wasserversorgung während des Fluges ist, unterstreicht eine japanische Studie, wonach unter dem niedrigen Luftdruck in der Kabine auch der Blutdruck abnehme – und zwar um so stärker, je ausgetrockneter die Passagiere seien. In der Folge sinke die Fließgeschwindigkeit des Blutes, und die Thrombosegefahr steige. Makino rät auf Flügen entschieden von alkoholischen Getränken ab, denn die wirken sich negativ auf den Flüssigkeitshaushalt aus.
Ulrich Fricke





