Nach Unfällen oder furchtbaren Erlebnissen leiden manche Menschen jahrelang an quälenden Ängsten, die ihnen das Leben schwer machen. Mitschuld an einer solchen posttraumatischen Belastungsstörung hat offenbar ein besonders aktiver Noradrenalin-Rezeptor im Gehirn, der das emotionale Gedächtnis steuert. Wie schweizerische und deutsche Wissenschaftler jetzt bei Überlebenden des Völkermords in Ruanda herausfanden, tragen Menschen, die psychisch sehr stark unter den schrecklichen Ereignissen leiden, das Gen für die aktive Rezeptorvariante. Die Folge: Sie können sich besonders gut an emotional geprägte Erlebnisse erinnern – an positive genauso wie an negative. Medikamente, die den Rezeptor hemmen, könnten sich daher für eine Therapie eignen.





