Erstmals ist das Sperma eines Toten dazu verwendet worden, ein Kind zu zeugen. Die Spermien waren dem Nebenhoden eines plötzlich verstorbenen Patienten im Century City Hospital in Los Angeles auf Bitten seiner Verwandten entnommen und eingefroren worden. Später hatten die Ärzte damit Eizellen der Witwe befruchtet. Eine davon wurde jetzt erfolgreich in den Uterus der Frau eingepflanzt. Das Kind soll im Mai zur Welt kommen.
Cappy Rothman, der Leiter des Ärzteteams, kommentiert: “Mit der Methode geben wir den Angehörigen neue Hoffnung und mindern ihre Trauer.” Kritiker Arthur Caplan, Bioethiker von der University of Pennsylvania, prangert an: “Das widerspricht dem Selbstbestimmungsrecht.”
Rüdiger Vaas





