von Christian Jung
Glühwürmchen sind nicht nur schön anzusehen, kaum ein anderes Tier schafft es so gut, sich als funkelndes Spektakel zu inszenieren, das seine Umgebung zur schlichten Kulisse verblassen lässt. In warmen Frühsommernächten kann man vielerorts leuchtende Schwärme etwa von Photinus pyralis beobachten – einer von weltweit rund 2000 Glühwürmchenarten. Die meisten Vertreter dieser Käferspezies senden in der Dunkelheit von ihrem Leuchtorgan im Hinterleib unaufhörlich Lichtsignale zur Partnerwerbung aus. Dabei wandeln sie chemische Energie nahezu verlustfrei in kaltes Licht um – also Licht, das ohne gleichzeitige Temperaturerhöhung entsteht. Die Energieausbeute dieser sogenannten Biolumineszenz liegt bei 95. Demgegenüber gehen bei einer Glühbirne 95 Prozent der zur Lichterzeugung eingesetzten elektrischen Energie als Wärme verloren.





