Wie die amerikanischen Jahre den politischen „Lernprozess“ des Autors prägten, dass bei Manns „Kampf gegen Hitler-Deutschland“ die Außensicht auf die deutsche Katastrophe entscheidend war und wie sehr sich Mann, nicht zuletzt durch die unschätzbare Hilfe seiner Gönnerin Agnes Meyer, auf die USA einließ, weil er in dem Land die einzige Macht sah, die das Hitler-Regime beseitigen könnte, das entwickelt Vaget überzeugend in seinem gut geschriebenen Buch. Mann hat seine amerikanische Staatsbürgerschaft auch nach seiner Rückkehr aus dem Exil beibehalten. Er wurde im Nachkriegsdeutschland von vielen als Fremder wahrgenommen, nicht zuletzt wegen seiner als ungerecht empfundenen Vorwürfe gegen die im Land gebliebenen Autoren.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger




