Einen neuen Behandlungsansatz bei Toxoplasmose haben US-Forscher um L. David Sibley von der Washington University School of Medicine in St. Louis gefunden: den Wirkstoff Fluridon, der normalerweise zur Unkrautvernichtung eingesetzt wird. Fluridon hemmt bei Pflanzen die Produktion des Hormons Abscisinsäure (ABA), das eine wichtige Rolle bei Wachstums- und Entwicklungsvorgängen spielt. David Sibley fand heraus, dass ABA auch beim Erreger der Toxoplasmose, dem einzelligen Parasiten Toxoplasma gondii, vorkommt. Ab einer gewissen Konzentration sorgt das Hormon dafür, dass T. gondii im Zellinneren aktiv wird und sich im Körper ausbreitet. Bei infizierten Mäusen konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass Fluridon die ABA-Produktion hemmt.
Eine Infektion mit T. gondii verläuft bei seinem Hauptwirt, der Katze, und beim Menschen meist harmlos. Allerdings kann sie bei Schwangeren zu einer Schädigung des ungeborenen Kindes führen. Eine Impfung gegen Toxoplasmose gibt es nicht.





