Wie die Atome in einem Eisenstück werden auch die Schüler von anderen Faktoren beeinflusst. Dazu zählt die Orientierung seiner Nachbarn oder “soziale Entropie”, wie beispielsweise ablenkende Gespräche der Schüler untereinander.
Das Modell der beiden Forscher kann einige bereits bekannte Fakten richtig reproduzieren. Beispielsweise zeigt ihr Modell, dass schlechte Schüler schneller lernen, wenn man sie mit guten Schülern zusammenarbeiten lässt. Außerdem zeigt das Modell, dass Gruppenarbeit Schüler generell schneller voranbringt als wenn sie nur dem Lehrer zuhören.
Der Soziologe David Byrne von der Universität von Durham freut sich, dass Physiker sich mit diesem Problem beschäftigen. Seine Begeisterung hält sich aber in Grenzen: “Simulationen sind immer interessant ? in den Sozialwissenschaften kann man nicht viel mehr dazu sagen.” Allerdings fügt er hinzu, dass vor 25 Jahren auch niemand geglaubt hätte, dass man biologische oder ökologische Probleme erfolgreich modellieren könnte.




