Zum Weihnachtsfest im Jahr 774 hatte sich der Hof Karls des Großen in der Pfalz Quierzy (heute Nordfrankreich) versammelt. Man weilte dort bis Januar 775. Dort erreichten besorgniserregende Nachrichten den König: In Sachsen blieb es weiterhin unruhig, hörte man und war erzürnt. Ein Hoftag noch am selben Ort beschloss daraufhin, nunmehr mit Macht gegen die untreuen und vertragsbrüchigen Sachsen vorzugehen und sie zum Christentum zu bekehren oder sie andernfalls auszulöschen.
Die fränkischen Reichsannalen berichten in einer Überarbeitung aus den Jahren 814/817, den sogenannten Einhardsannalen, ausdrücklich von dieser Entscheidung, aber eben aus der Rückschau – ein zeitgenössischer Beleg fehlt: „Als der König in Quierzy Winterquartier genommen hatte, führte er den Beschluss herbei, den ungläubigen und vertragsbrüchigen Stamm der Sachsen mit Krieg zu überziehen und so lange durchzuhalten, bis sie entweder besiegt und der christlichen Religion unterworfen oder aber gänzlich ausgerottet seien.“ Damit war klar: Die Sachsen sollten unter allen Umständen bekehrt und in das fränkische Reich eingegliedert werden. Wer sich widersetzte, dem drohte die Vernichtung. …
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 08/2013.
Prof. Dr. Casper Ehlers




