Mit vier Paddeln und langen Hälsen durchschwammen Plesiosaurier einst die Ozeane. Vor 65 Millionen Jahren sind sie zeitgleich mit den Dinosauriern ausgestorben. Mittlerweile gibt es nur noch die Skelette der Meeresreptilien. Vier dieser Skelette wurden seit 1910 in Nordrhein-Westfalen gefunden. Sie werden auch die Westfälischen Vier genannt und sind „Fossil des Jahres 2026“. Zu diesem Anlass erschien „Die Welt der Plesiosaurier“ von Achim Schwermann und Sven Sachs, mit Illustrationen von Joshua Knüppe.
Darin werden nicht nur die Westfälischen Vier vorgestellt. Das Sachbuch gibt einen Überblick über die Evolution der Meeresreptilien und zeigt, wie sich diese im Laufe der Zeit verändert haben. Denn Plesiosaurier existierten über einen Zeitraum von 135 Millionen Jahren. In dieser Zeit haben sich mehr als 150 Arten entwickelt, mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften und Lebensgewohnheiten. Die Tiere haben sich auf vielfältige Weise an die jeweiligen Lebensbedingungen angepasst. Alles Wissen darüber stammt aus Fossilfunden. Die Autoren beschreiben nicht nur wichtige Meilensteine der Erforschung der Plesiosaurier, sondern zeigen auch auf, welche Fragen noch offen sind.
Durch Fotos, Illustrationen und Schaubilder ergänzt, stellt „Die Welt der Plesiosaurier“ verständlich und lebendig die sogenannten Paddelechsen vor, die lange Zeit vor dem Menschen die Erde bevölkert haben.
Carlotta Seidel
Achim Schwermann, Sven Sachs
Die Welt der Plesiosaurier
Westfälisches Museum für Naturkunde, 268 S., € 22,–
ISBN 978–3–912101–02–7





