Die Honigbiene ist ein Erfolgsmodell der Evolution – und der Bienenstock ein Phänomen der Superlative. Das Bienenvolk ist ein sozial hochorganisierter Insektenstaat mit sehr ausgeprägter Arbeitsteilung – und damit ein Musterbeispiel für Schwarmintelligenz. Mit dem Zusammenschluss der Bienen zu einem Volk entsteht quasi ein neuer Organismus, der viel mehr Fähigkeiten aufweist als die einzelne Biene – ein sogenannter Superorganismus. Diesen Begriff hat 1911 der US-Insektenforscher William Morton Wheeler geprägt.
Rund 50 000 Bienen leben den Sommer über in einem Bienenvolk, im Winter sind es 20 000. Eine einzelne Biene kann täglich 3000 Blüten bestäuben. Für ein Kilo Honig sind 15 Millionen Blüten oder 300 000 Flugkilometer erforderlich. Die Königin lebt bis zu 5 Jahre. Als einzige Biene im Schwarm legt sie Eier – bis zu 200 000 pro Sommer. Von den Arbeiterinnen wird sie mit „Gelee royale” gefüttert, das diese in speziellen Drüsen produzieren. Eine Arbeitsbiene durchläuft in ihrem „Berufsleben” mehrere Stationen: Putz-, Bau-, Brutpflege-, Wächter- und schließlich Sammelbiene.





