Als Konsequenz derartiger Veröffentlichungen bieten viele Smartphones seit einigen Jahren die Möglichkeit, einen speziellen Nachtmodus einzuschalten, bei dem der Handybildschirm weniger blaues und dafür mehr gelbes Licht ausstrahlt. Doch das ist laut einer aktuellen Publikation eines Wissenschaftlerteams der Universität Basel, die im Dezember 2023 im Fachblatt Nature Human Behaviour erschien, offenbar auch nicht die Lösung. Im Schlaflabor untersuchten die Forschenden, wie lange die Testpersonen zum Einschlafen brauchten und wie tief ihr Schlaf war, nachdem sie am späten Abend jeweils eine Stunde lang weißem, gelbem oder blauem Licht ausgesetzt worden waren. Zudem stellten die Wissenschaftler Fragen zur subjektiv empfundenen Müdigkeit und testeten die Reaktionsfähigkeit der Teilnehmer, die bekanntlich mit zunehmender Schläfrigkeit abnimmt. Dabei fanden sie keinerlei Hinweise, wonach die Lichtfarbe auf diese Kriterien irgendeinen Einfluss hatte. Auch die Veränderung des Farbspektrums durch einen speziellen Nachtmodus ließ die Probanden weder schlechter noch besser schlafen.





