Doch welche Auswirkungen hatte die Entstehung der hellenistischen Königreiche konkret auf die Polisgemeinden? Welche urbanen Veränderungen kennzeichnen die Polis im Hellenismus? Wie wurde dieser Wandel von den Polisbürgern wahrgenommen? Diese übergeordneten Fragestellungen werden in dem aus Klassischen Archäologen und Althistorikern bestehendem Kooperationsprojekt mit einer großen Zahl an regionalen Einzelstudien verknüpft, wodurch die Beschäftigung mit der hellenistischen Stadtkultur auf eine neue Grundlage gestellt wird. Insgesamt 17 Aufsätze nähern sich dem Phänomen Polis aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Besonders wird die architektonische Ausgestaltung des Stadtraumes mit Gymnasien, Theatern und Säulenhallen betrachtet, ebenso zeittypische politische Strukturen wie etwa Zusammenschlüsse mehrerer Polisgemeinden. Darüber hinaus thematisieren Beiträge beispielsweise auch die Rolle der Bürgergemeinde bei Festen und Opfern. Das Buch wird mit einem hilfreichen Register beschlossen; Pläne, Karten und Bilder helfen dabei, die Beschreibungen der archäologischen Befunde entsprechend zu verorten.
Rezension: Benedikt Boyxen




