von Tim Schröder
Hvaldimir wurde schnell zum Star. Der Belugawal war im April 2019 im Hafen von Hammerfest im Norden Norwegens neben Fischerbooten aufgetaucht. Er war ungewöhnlich zutraulich. Er bettelte nach Futter. Er apportierte Bälle und fischte ein Smartphone aus dem Meer, das jemandem aus der Hand gerutscht war. In den sozialen Medien wurden die Videos tausendfach angeklickt. Als die Fischer das Tier zum ersten Mal sahen, trug es ein eigenartiges Geschirr mit Kamerahalterung um den Leib. In den Medien spekulierte man, ob es von den Russen für Spionageeinsätze trainiert worden sein könnte. Und so tauften Journalisten den Wal Hvaldimir – eine Verschmelzung aus dem norwegischen Wort Hval für Wal und dem Namen Wladimir Putin.





