Den Ernst-Jung-Preis für Medizin teilen sich in diesem Jahr zwei Grundlagenforscher: der Biochemiker Ivan Dikic von der Universität Frankfurt am Main und die Biologin Angelika Amon vom Massachusetts Institute of Technology in Cambridge. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 300 000 Euro dotiert.
Der 1966 geborene Kroate Dikic erhält den Preis für seine Arbeiten zu dem Protein Ubiquitin. Es kommt in allen Zellen vor und wird auch als „Todeskuss für Proteine” bezeichnet. Der Grund: Ubiquitin markiert in der Zelle überflüssig gewordene Eiweißmoleküle, die abgebaut werden sollen. Doch das Protein wirkt auch noch an vielen anderen Signalübertragungen in der Zelle mit. Dikic gelang es, diese Mechanismen zu entschlüsseln. Damit trug er dazu bei, neue Erkenntnisse zur Entstehung bestimmter Krebsarten und Immunkrankheiten und deren möglicher Therapie zu gewinnen.
Die Österreicherin Angelika Amon (Jahrgang 1967) wird für ihre Untersuchungen zu den Auswirkungen fehlerhafter Aufteilungen von Chromosomen in Zellen geehrt. Sie lieferte damit einen Schlüssel zum Verständnis abnormer Zellteilungen, die typisch für Krebserkrankungen sind.





