Prägend für die Etablierung und das Auftreten der Jesuiten in Deutschland wurde dann bis zu seinem Tod 1597 Petrus Canisius. Der gebürtige Nimweger trat 1543 in Mainz in den Orden ein. Pierre Favre war auf den jungen Mann aufmerksam geworden und hatte ihn auf dem Weg zu seiner Berufung betreut. Tiefe Spiritualität verband sich bei Canisius mit politischem Geschick und unermüdlicher Bereitschaft zur Organisation. Er handelte immer wieder mit Fürsten die Bedingungen für die Etablierung einer neuen Ordensniederlassung aus, er gestaltete die Politik der Jesuiten gegenüber den Protestanten, und er prägte den neuen Katholizismus insbesondere durch seine zahlreichen Katechismus-Schriften entscheidend mit. Was Luthers Katechismus für die Protestanten war, hatte in Canisius’ Katechismen eine katholische Entsprechung. …
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Prof. Dr. Markus Friedrich




