Zum Inhalt springen
Bild der Wissenschaft
AnmeldenAbonnieren
  • Astronomie & Physik
  • Erde & Umwelt
  • Archäologie
  • Gesundheit & Medizin
  • Technik & Digitales
  • Gesellschaft & Psychologie
  • Shop
  • Rezensionen
  • Podcast
  • BDW Plus
Bild der Wissenschaft
  • Astronomie & Physik
  • Erde & Umwelt
  • Archäologie
  • Gesundheit & Medizin
  • Technik & Digitales
  • Gesellschaft & Psychologie
  • Kolumnen
  • Nachgefragt
  • Rezensionen
  • Podcast
  • Lexikon
Wissenschaft-Newsletter
Die wichtigsten Entdeckungen der Woche direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Probeabo
  • BILD DER WISSENSCHAFT Marktplatz

Hefte

  • Sonderhefte
  • Einzelhefte

Unsere Partner

  • Fraunhofer IPA
  • Leibniz-Institut ifl
  • wissen.de
  • ScienceBlogs
  • experimenta
  • Wissenschaftspodcasts

Info

  • AGB
  • Mediadaten
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Vertrag widerrufen
BILD DER WISSENSCHAFTErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

Abonnement & LeserserviceE-Mail: leserservice@konradin.de
Tel: +49 (0)711 82651-201
RedaktionE-Mail: wissenschaft@konradin.de
Tel: +49 (0)711 7594-392
Folgen Sie uns
Bild der Wissenschaft als bevorzugte Quelle bei Google einrichtenAuf Google merken →
Konradin Mediengruppedamals.denatur.de
© 2026 Bild der Wissenschaft
Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer.

Startseite/Erde & Umwelt/Artikel
Skorpione verstärken ihre Waffen mit Metall
Erde & Umwelt

Skorpione verstärken ihre Waffen mit Metall

Mit seinem Stachel injiziert der auch für Menschen gefährliche Dickschwanzskorpion (Androctonus crassicauda) seinen Opfern Gift. Metalleinlagerungen machen die Waffe besonders stabil. · Foto: Kian Kaftarbaz

Mit ihren kräftigen Stacheln und Scheren durchdringen Skorpione selbst harte Panzer ihrer Opfer und Feinde. Eine Studie zeigt nun, wie sie ihre Waffen gezielt mit eingelagerten Metallen verstärken. Demnach kommen vor allem an der Spitze des Stachels und an den Schneiden der Scheren Zink, Mangan und Eisen zum Einsatz, um die Waffen schärfer und haltbarer zu machen. Wie genau die Metalle verteilt sind, hängt dabei von der jeweiligen Art und ihren spezifischen Strategien für Jagd und Verteidigung ab.
Autor
ksand
28. April 2026
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Erde & Umwelt

Skorpione nutzen ihre Scheren und Stacheln, um sich gegen Angreifer zu verteidigen und ihre Beute zu überwältigen. Wie sehr sie auf welche Art von Waffe setzen, ist von Spezies zu Spezies unterschiedlich. Manche Skorpione nutzen bevorzugt ihre Scheren und stechen nur, wenn die Beute schwer zu überwältigen ist, andere dagegen setzen ihren Stachel aggressiver ein. Manche verfügen über überdimensionierte, kräftige Scheren, aber relativ kleine Stacheln, während bei anderen das Gegenteil der Fall ist. Da sich die meisten Arten vor allem von anderen Gliederfüßern ernähren, deren Körper durch ein hartes Exoskelett geschützt ist, müssen die Waffen der Skorpione so stark sein, dass sie bei Bedarf auch harte Panzer durchdringen können.

Verteilung der Metalleinlagerungen in einme Skorpionstachel
Zink verstärkt die Spitze des Skorpionstachels, dahinter folgt Mangan. In den weniger exponierten Bereichen des Stachels ist dagegen das leichtere Element Chlor eingelagert. © E.P. Vicenzi/Smithsonian Museum Conservation Institute and NIST

Gezielte Verstärkung

„Skorpione sind unglaubliche Jäger und obwohl wir wussten, dass Metalle die Waffen einiger Arten stärken, war unklar, ob die Waffen aller Skorpione Metall enthalten, und wenn ja, ob diese Metallanreicherung mit ihrer Jagdweise zusammenhängt“, sagt Sam Campbell von der University of Queensland in Australien. Um diese Fragen zu klären, untersuchten Campbell und sein Team 18 die Waffen von 18 Arten aus unterschiedlichen Skorpionfamilien mit Hilfe von Elektronenmikroskopie und Röntgenstrukturanalyse.

Dabei stellten die Forschenden fest, dass die Metalle nicht gleichmäßig in den Scheren und Stacheln verteilt sind. Stattdessen kommen sie gezielt an den wichtigsten Stellen zum Einsatz. Im Stachel verstärkt Zink die äußerste Spitze und ermöglicht eine Struktur, die so fein ist wie eine Nadel und dennoch so stabil, dass sie nicht beim ersten Feindkontakt abbricht. Unmittelbar darunter wird Mangan zum dominierenden Metall und sorgt für zusätzliche Stabilität. Ein ähnliches Muster zeigt sich bei den Scheren. Hier finden sich die Metalle fast ausschließlich entlang der Schneide und verstärken so gezielt die Teile, die beim Beutefang den größten Belastungen ausgesetzt sind. Am häufigsten kommen hier Zink oder eine Kombination aus Zink und Eisen vor.

Unterschiede je nach Jagdstrategie

Die Analyse deckte auch erhebliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Arten auf. Skorpione, die sich vor allem auf ihren Stachel verlassen, verstärken besonders diesen mit Metallen. Skorpione dagegen, die vor allem ihre Scheren für Jagd und Verteidigung nutzen, lagerten hier die meisten Metalle ein und sparen dafür beim Stachel. „Die Vielfalt und Spezifität der Metallanreicherung bei den hier untersuchten Skorpionarten spiegeln die unterschiedlichen Rollen wider, die diese spezialisierten Waffen in verschiedenen Gattungen spielen“, erklärt das Forschungsteam.

Quelle: Sam Campbell (University of Queensland, Brisbane, Australien) et al., Journal of The Royal Society Interface, doi: 10.1098/rsif.2025.0523

Bevorzugte Quelle bei Google

Möchten Sie Bild der Wissenschaft in Ihren Google-Suchergebnissen bevorzugt sehen? Ein Klick genügt.

Bild der Wissenschaft als bevorzugte Quelle festlegen →

Mehr aus Erde & Umwelt

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Erde & Umwelt.

Alle Erde & Umwelt-Artikel
Rätsel der Regenwolken gelöst?
Erde & Umwelt

Rätsel der Regenwolken gelöst?

14. August 2026

Bisher war unklar, wie genau in warmen, eisfreien Wolken Regen entsteht. Jetzt könnten Messdaten eines speziellen „Wolkendrachens“ dieses Rätsel gelöst haben

Partnersuche: Auch Frösche leiden unter der Qual der Wahl
Erde & Umwelt

Partnersuche: Auch Frösche leiden unter der Qual der Wahl

13. August 2026

Müssen sich Laubfrosch-Weibchen zwischen vielen Männchen entscheiden, zögern sie länger als bei weniger Optionen – und treffen oft nicht die optimale Wahl.

Schädelanalyse revidiert unser Bild des Dodos
Erde & Umwelt

Schädelanalyse revidiert unser Bild des Dodos

12. August 2026

Der ausgestorbene Dodo galt lange als plump und dumm. Analysen seines Schädels zeichnen nun ein anderes Bild des flugunfähigen Vogels.

Ist das irdische Leben zweimal entstanden?
Erde & Umwelt

Ist das irdische Leben zweimal entstanden?

11. August 2026

Die ersten Zellen waren unvollständig: Ihnen fehlten essenzielle Enzyme. Erst Bakterien und Archaeen entwickelten diese – parallel und unabhängig voneinander.

← Zurück zu Erde & UmweltZur Startseite