Singende Hunde leben auf Neuguinea an der Vegetationsgrenze in Höhen von 1000 bis 3000 Metern, so dass die vom Ackerbau lebenden Einheimischen die Tiere selten zu Gesicht bekommen. „Wie viele es hier gibt und wie genau sie in der Wildnis leben, ist unbekannt”, sagt die Biologin Janice Koler-Matznick von der New Guinea Singing Dog Conservation Society. Aus ihrer Arbeit mit Tieren in Gefangenschaft vermutet sie jedoch, dass die „Singer” ähnlich wie Coyoten und Füchse als Paare zusammenleben und kleinere Territorien in den Bergen bejagen. Die Papuas erzählen sich Mythen über die rotbraunen Tiere mit der weißen Brust und halten sie für Wesen, die den Menschen die Sprache brachten, und für wieder geborene Vorfahren. Nur vereinzelt gibt es Menschen, die sich einen singenden Hund als Haustier halten, um mit ihm auf die Jagd zu gehen. Singende Hunde besitzen ein für Kaniden ungewöhnlich elastisches Rückgrat und ebensolche Gelenke, was sie zu guten Jägern in steilem Gelände macht. Sie klettern und springen wie Katzen, so dass Jagdfreunde auf Papua-Neuguinea ihre singenden Spürhunde nur angeleint im Garten halten können.





