von RÜDIGER VAAS
Es mutet geradezu gespenstisch an: Im Lauf des Monats, in dem diese Ausgabe von bild der wissenschaft in Kiosken und Buchhandlungen zum Verkauf ausliegt, kommt es im Umkreis von zwei Milliarden Lichtjahren zu einer ungeheuren, aber unsichtbaren kosmischen Katastrophe, bei der ein ganzer Stern plötzlich komplett aus dem Universum verschwindet. Diese Horrorvorstellung ist keine düstere Science Fiction, sondern quasi All-Tag: Solche brachialen Vernichtungen ereignen sich, aufs gesamte beobachtbare Weltall hochgerechnet, im Minutentakt – und im statistischen Mittel diesen Monat wie in jedem weiteren so nahe, dass sie sich inzwischen messen lassen. Denn obwohl kein Licht davon zeugt, wie ein ganzer Stern binnen Sekunden untergeht, erzittert dabei das Universum. Und die wahrlich erschütternde Botschaft vom finalen Fiasko eilt fürderhin ungebremst durchs All.





