In deutschen Krankenhäusern haben Ärzte 2005 insgesamt 36,1 Millionen Operationen und therapeutisch oder pflegerisch notwendige Behandlungen vorgenommen. Auf jeden Patient und Klinikaufenthalt entfielen damit im Schnitt 2,2 derartige Maßnahmen. Diese Zahlen gab das Statistische Bundesamt in Berlin im April bekannt. Hintergrund ist das im März 2007 in Kraft getretene Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs der gesetzlichen Krankenversicherungen.
Die Zahl der Operationen summierte sich 2005 deutschlandweit auf 12,1 Millionen. Die meisten OPs (3,1 Millionen) betrafen die Bewegungsorgane, etwa Gelenke der Arme und Beine, gefolgt von Eingriffen am Verdauungstrakt (2 Millionen) sowie an Haut und Unterhaut (900 000). Der häufigste Eingriff bei Frauen (219 000) war eine Rekonstruktion der Vagina nach einem Dammriss. Bei den männlichen Patienten griffen die Chirurgen am häufigs- ten zum Messer, um einen Leistenbruch zu richten – insgesamt 161 000-mal.
Die Zahl der Operationen und Behandlungen nimmt bis zum Alter von 70 bis 75 Jahren stetig zu und dann wieder ab. Ein Grund könnte sein, dass bestimmte Erkrankungen und Verletzungen in höherem Alter seltener stationär therapiert werden. In allen Altersklassen werden im Übrigen Männern deutlich häufiger behandelt als Frauen.





