In Deutschland bekommen jährlich knapp 7000 Frauen Gebärmutterhalskrebs, etwa 2500 sterben daran. Ein Teil der Toten geht darauf zurück, daß Vorsorgeuntersuchungen zu selten oder gar nicht durchgeführt werden.
Aber der herkömmliche Test ist auch fehleranfällig: Untersuchungen ergaben, daß die Zahl falsch-positiver, falsch-negativer oder nicht eindeutiger Ergebnisse zwischen 30 und 40 Prozent liegt. Die Firma MTM Laboratories in Heidelberg hat jetzt in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des Deutschen Krebsforschungsinstituts (DKFZ) ein neues molekularbiologisches Testverfahren entwickelt, das gezielt auf krebsartig veränderte Zellen anspricht.
Ein bestimmtes Protein, das ausschließlich in Zervixkarzinomzellen und deren Vorstufen vorkommt, dient als Signal. Spezifische Antikörper, die genau dieses Protein erkennen, arbeiten als molekulare Marker: Nach einer immunchemischen Färbung und unter dem Mikroskop betrachtet, heben sich so selbst einzelne Krebszellen eindeutig vom gesunden Gewebe ab.
In einer ersten Ringstudie konnte die Fehlerquote durch das neue Testverfahren auf unter acht Prozent gesenkt werden. Das Ziel der Wissenschaftler von MTM Laboratories: Mit Hilfe der hochspezifischen Untersuchungsmethode soll den Frauen die Phase der Unsicherheit und weitere Nachuntersuchungen erspart werden. Patientinnen mit hohem Risiko, ein Zervixkarzinom zu entwickeln, können frühzeitig behandelt und in aller Regel geheilt werden.





