von RAINER KURLEMANN
Alte Seuchenfriedhöfe erinnern an grausame Zeiten, als viele Menschen plötzlich schwer erkrankten, und man die Toten bald nur noch vor die Stadttore schaffen und in Massengräbern verscharren konnte. Heute, Jahrhunderte später, sind diese Gräber Schatztruhen für Wissenschaftler, denn in den Knochen der Toten haben sich Erbgutreste der Krankheitserreger erhalten, und die Epidemien lassen sich dadurch auf ihre Verursacher zurückführen. Genanalysen haben eine große Vielfalt an Bakterien und Viren ans Licht gebracht – darunter die Erreger von Pest, Pocken, Tuberkulose, Malaria, Typhus, Cholera und Influenza.





