Setzt sich ein Insekt auf das Fangblatt der Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula), klappen die beiden Hälften langsam zusammen – und das Schicksal des Tiers ist besiegelt. Doch die fleischfressende Pflanze setzt das enorm unter Stress, haben slowakische Forscher beobachtet. Andrej Pavlovic und sein Team von der Comenius Universität in Bratislava (Pressburg) hatten den Fangmechanismus der Venusfliegenfalle mit einem Drähtchen gereizt und dann den Gasaustausch der Pflanze analysiert. Wie sich zeigte, setzt beim Fangvorgang die Photosynthese des Fangblatts fast völlig aus. Davon unabhängig erhöht sich drastisch die Abgabe von CO2 – dem Endprodukt der Zellatmung. Die Pflanze beginnt zu „keuchen”. Erst nach zehn Minuten hat sie sich wieder eholt. Pavlovic vermutet, dass der elektrische Impuls, der das Zusammenklappen des Fangblatts auslöst, dafür verantwortlich ist, weil er die Ladungsverteilung in Gewebe und Zellen der Pflanze aus dem Gleichgewicht bringt.





