Schwarze Löcher können als riesenhafte kosmische Dynamos gewaltige Magnetfelder aufbauen, vermuten Astronomen der amerikanischen Los-Alamos-Labors. Mit Ausdehnungen von bis zu zehn Millionen Lichtjahren reichen die Magnetfelder bis über die Galaxiegrenzen hinaus.
Ganz verstanden sei der Mechanismus noch nicht, erläuterten die Wissenschaftler beim Treffen der Amerikanischen Gesellschaft für Astronomie in Albuquerque. Das Prinzip ähnle einem Dynamo, bei dem eine Drehung in ein Magnetfeld umgesetzt wird: Laut ihrer Theorie ist das Schwarze Loch von einer aus magnetischem Material bestehenden rotierenden Scheibe umgeben, die ihren “Schwung” teilweise in ein Magnetfeld umwandelt.
Die dadurch offenbar sehr effektiv umgesetzte Energie sei vergleichbar mit den in Form von Licht oder Röntgenwellen abgestrahlten Energiemengen. Die Auswirkungen der Trillionen von Kilometern in den Weltraum reichenden Magnetfelder haben Astronomen auf der Erde bereits gemessen. Mit empfindlichen Radioteleskopen wie dem “Very Large Array” bei Albuquerque konnten schwache Radiowellen beobachtet werden, die bisher keiner anderen Quelle zuzuordnen waren.
Ulrich Dewald





