Aber egal, ob wir diese mikroskopisch kleinen Lebewesen mögen oder nicht, es gibt sie und ohne ist unser Leben nicht nur leerer, sondern nicht vorstellbar. Allerdings hat sich im Laufe der Zeit unser Verhältnis zu ihnen verändert. In Industrieländern leben mittlerweile rund 90 Prozent der Menschen in sogenannten Built Environments. Das bedeutet zirka, wonach es klingt, nämlich dass heutzutage kaum noch jemand im Freien oder in Höhlen hauptgemeldet ist, sondern die meisten Menschen eben in gebauter Umgebung leben. Was bedeutet das in Bezug auf Mikroorganismen? Durch eine Vielzahl an Habitaten – von einfachen Gebäuden bis hin zu sterilen Reinräumen in hochtechnologischen Krankenhäusern – bieten sich Nischen für Mikroben. Das ergibt eine ganz andere Artenvielfalt als vor 1.000 Jahren: die sogenannten Microbiomes of the Built Environments.





