Als Grundlage seiner eindringlichen Erzählung hat Englund Briefe, Tagebücher und Fotos seiner Protagonisten verwendet, allerdings lässt sein literarischer Stil nicht erkennen, was an seinen Schilderungen außer den direkten Zitaten auf diesen Schriften beruht und was auf die nachvollziehende Phantasie des Autors zurückgeht. Das Buch bietet so eine außergewöhnliche Nahaufnahme des Kriegsalltags mit seinen Ängsten, Schrecken, kleinen Freuden. Erkennbar werden bei vielen der Teilnehmer auch Desillusionierung und wachsende Orientierungslosigkeit im Verlauf des Krieges. Schade allerdings, dass Englund die unveröffentlichten Selbstzeugnisse nicht nachweist.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger




