
Die Wissenschaftler vermuten derzeit, dass Schnee und Schmelzwasser in die Höhle strömen und einen unterirdischen Fluss speisen. Bisher ist ein Forscher des Teams 80 Meter tief bis zur Wasseroberfläche hinunter geklettert. Er fand dort weder Geröll noch Kies vor. Das spricht dafür, dass im Frühling und Sommer gigantische Wassermengen in die Höhle stürzen und Geröll mit sich reißen.
Ein Hubschrauber-Pilot entdeckte das Loch
Geologin Hickson untersuchte die Oberfläche um den Höhleneingang. Pollack erstellte per Laser- und Fotoscan eine Oberflächenkarte der Grube. „Die Messungen deuten darauf hin, dass wir es mit einem sehr tiefen und schwer begehbaren Flusshöhle zu tun haben“, sagt Pollack. Die Höhle weiter zu ergründen, wird laut dem Spezialisten technisch sehr aufwendig. Deshalb sei es unwahrscheinlich, dass vor ihnen schon jemand einen Blick in die Höhle geworfen habe. „Dazu braucht man lange Seile und eine Ausrüstung, die nur Höhlenkletterer besitzen“, sagt er. Möglich wäre ein Abstieg im September, wenn der Wasserstand am niedrigsten ist.
Ein Hubschrauber-Pilot hatte das Loch im Frühjahr 2018 entdeckt, während einer routinemäßigen Bestandsaufnahme der Karibu-Populationen. Mit an Bord des Hubschraubers war ein Biologe, der die Höhle „Sarlacc-Grube“ taufte – in Anlehnung an die gleichnamige Kreatur aus den Star Wars-Filmen, einem zahnbewehrten Schlund auf dem Wüstenplaneten Tatooine.





