In deutschen Krankenhäusern fangen sich jedes jahr über 600 000 Patienten eine Infektion ein. Darauf verweisen Experten des Robert-Koch-Instituts in Berlin. Die meisten dieser Erkrankungen seien schwer zu verhindern, weil viele Erreger zur normalen Bakterien-Flora der Patienten gehören. Aber etwa 20 Prozent wären zu vermeiden, wenn die Hygienevorschriften befolgt würden. Kritiker bemängeln schon länger, dass es zwar in jeder Klinik eine Hygienefachkraft gibt, die aber zum Pflegepersonal gehört und der es deshalb häufig an Hausmacht fehlt. Denn die „ Halbgötter in Weiß” lassen sich nur ungern von Pflegern oder Schwestern zum Beispiel auf ihre mangelnde Händedesinfektion hinweisen.





