Die Schachtanlage Asse II liegt in einem Salzstock bei Remlingen im Kreis Wolfenbüttel. 64 Jahre lang wurde dort Salz abgebaut, ab 1965 dann versuchsweise radioaktiver Abfall eingelagert. 1976 verbot das Atomgesetz die De-facto-Nutzung als Endlager. Insgesamt wurden 125 787 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen in 13 Kammern und bis zu 750 Meter Tiefe gebracht. Das Problem: Manche alten Kammern reichen nah ans Nebengebirge heran. Sein Druck macht sie instabil. Die Folge: Decken bersten, Wasser dringt durch Risse ein. Das Bundesamt für Strahlenschutz prüft nun den Zustand des Mülls. Er soll zurückgeholt, neu verpackt und anderswo endgelagert werden.





