Mediziner versuchen immer häufiger, ihre Beiträge in Fachzeitschriften durch literarische Zitate und Anspielungen aufzupeppen. Diesem Trend spürte Neville Goodman, Anästhesist am Krankenhaus von Bristol, nach. Mit mehr als 1400 Zitaten seit 1950 stand Shakespeare unangefochten an erster Stelle. So fragten Experten mit der Überschrift „To test or NOD-2 test” nach dem Sinn eines speziellen Gentests oder zweifelten mit „Viel Lärm um die Nullhypothese” an statistischen Auswertungen. Ebenfalls hoch im Kurs standen Andersens Märchen – beispielsweise mit „Des Kaisers neue Knochendichtemessung” – oder Anspielungen auf Filmtitel („Für eine Handvoll T-Zellen”). Ein Forscher zitierte mit „Am Anfang war der Wurm” sogar das Johannes-Evangelium.





