Fakt ist: Der Einfluss des Mondes auf uns Menschen ist in zahlreichen Studien untersucht worden, ohne dass man zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen wäre. Verwunderlich ist das nicht. Schließlich ist es fast unmöglich, eine größere Anzahl unterschiedlicher Testpersonen über eine Dauer von etlichen Monaten und damit über mehrere Mondphasen hinweg zu beobachten – und dazu noch vor jeder Messnacht bei jedem einzelnen Teilnehmer schlafstörende Einflüsse wie Alkohol, Stresslevel, psychische Belastungen, Medikamente sowie schon länger bestehende Schlafprobleme zu erheben und aus den Ergebnissen herauszurechnen.
Umfragen haben überdies ergeben, dass gar nicht so wenige Menschen fest daran glauben, der Mond habe auf das tägliche Dasein generell erhebliche Auswirkungen. So soll er beispielsweise maßgeblich die Getreideernte, das Wachstum der Haare und die Geburtenrate beeinflussen. Doch nichts davon wurde jemals bewiesen. Es scheint sich also um rein subjektive Überzeugungen zu handeln. Dasselbe gilt für die immer wieder postulierte Häufung von Unfällen und sogar Verbrechen in Vollmondnächten: allesamt Korrelationen, die einer statistischen Überprüfung nicht standhalten. Vielmehr scheint es so zu sein, dass man dem Vollmond kurzerhand eine ursächliche Beteiligung zuschreibt, sobald in seiner Gegenwart etwas Schlimmes, etwa ein Autounfall, passiert. Geschieht der gleiche Unfall in einer anderen Mondphase, hat der Mond eben nichts damit zu tun. Jedenfalls gehen in den hellen Nächten bei der Polizei nicht mehr Notrufe ein als sonst. Weder werden mehr Kinder geboren, noch gibt es mehr neue Krankheitsfälle.





