Das wird eine Aufregung gewesen sein, als der britische Arzt und Bakteriologe Alexander Fleming am 28. September 1928 aus seinem Urlaub zurückkehrte und im Labor eine Petrischale entdeckte, die er vor der Abreise nicht richtig gesäubert hatte: Ein Schimmelpilz hatte sich darin breitgemacht – und die zuvor dort angelegte Bakterienkultur vollständig zerstört. Schlau, wie er war, entsorgte er die misslungene Probe aber nicht einfach, um seine Schlamperei zu vertuschen, sondern dachte nach, was sein Fund bedeuten könnte. Nämlich: „Hurra, ich habe Penicillin entdeckt. Ab morgen bin ich weltberühmt und darf mich sicher auch bald ‚Sir‘ nennen! Vom Nobelpreisgeld fahr ich gleich wieder in den Urlaub, und dann soll jemand anderes das Labor aufräumen. Mir doch wurscht, wie es ab jetzt dort ausschaut.“