von TIM SCHRÖDER
An einem Januartag im Jahr 1862 überreicht ein Bote dem Naturforscher Charles Darwin eine kleine Kiste. Sie ist randvoll gefüllt mit Blüten, die ihm ein befreundeter Botaniker geschickt hat. Exotische Exemplare sind dabei – aus den Tropen, aus Afrika. Vorsichtig nimmt Darwin eine Blüte nach der anderen heraus. Dann stutzt er. Vor ihm in der Kiste liegt eine riesige leuchtendweiße Orchidee. Von der Blüte hängt ein dünner Sporn herab, eine Röhre von Unterarm-Länge. Nie zuvor hat Darwin eine solche Blume gesehen. Er schneidet die Röhre auf und entdeckt in ihrer Spitze kleine Kristalle getrockneten Nektars.





